Projekte

 

Bauforschungsgutachten Frühneuzeitliche Hofanlage Husum


Die Hofanlage aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand an einer Durchgangsstraße durch Husum, direkt hinter dem Markt gelegen. Der Hof wurde in der Folgezeit nicht nur landwirtschaftlich, sondern auch als Gasthaus mit eigener Brauerei und Viehhandel genutzt. Diese Mehrfachnutzung ist vor dem Hintergrund der Entwicklung Husums zu sehen: Die Ausdehnung des Viehhandels und eine wirtschaftliche Blüte Husums mündeten in den Bau einer Viehmarktanlage in Husum und der Marschenbahn zum Transport des Viehs. Husum avancierte im 19. Jahrhundert zum drittgrößten Viehmarkt Deutschlands.

Bei der untersuchten Anlage handelt es sich um die letzte geschlossene Gesamtanlage dieses Gebäude- und Funktionstyps in Husum und ist städtebaulich und kulturgeschichtlich bedeutsam


 

 

Bauforschungsgutachten Siedlung Martinplatz Langenfeld


Diese 35 Mehrfamilienhäuser umfassende Anlage wurde ab 1949 bis Ende der 50er Jahre in mehreren Bauabschnitten in Langenfeld gebaut. Die Siedlung steht aus städtebaulichen, historischen, wirtschaftlichen und sozialgeschichtlichen Gründen unter Denkmalschutz. Die Häuser sind ein wichtiges Zeugnis der städtischen Wohnhaussiedlungen der Nachkriegszeit in Langenfeld. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Siedlung in ihrer Gesamtanlage im Außenbereich ohne tiefgreifende bauliche Veränderungen erhalten geblieben. Es war eine denkmalpflegerische Aufgabe, die damalige Wohnungskonzeption mit den heutigen veränderten Nutzungsansprüchen in Einklang zu bringen.


 

 

Dokumentation Ostruhranlagen, Mülheim an der Ruhr


Anläßlich einer geplanten überbauung der Ruhrstraße in Mülheim bis in die Ostruhranlagen hinein war eine Bestandserfassung und Dokumentation zur Existenz dieser Parkanlage erforderlich geworden.

Die Ostruhranlagen in Mülheim an der Ruhr sind nach den Plänen des Mülheimer Gartendirektor Keßler im Jahre 1914 entstanden. Trotz mehrfacher kleiner Umgestaltungen waren die Grundstrukturen der Parkanlage und der Planungsgedanke von 1914 im wesentlichen erhalten geblieben. Die Gestaltung dieser langen schmalen dreieckigen Fläche zielte auf geometrische Raumbildung und −gliederung, die trotz Störungen nahe des Stadtbads noch klar ablesbar waren. Dazu gehören das Oval des Rosengartens, der Blumengarten mit den Wegen sowie die Mauer am Ruhrufer mit der Promenade und dem noch sichtbaren Treidel- bzw. Leinpfad. Die Ostruhranlagen gehören neben Köln zu den wenigen gut erhaltenen architektonisch gestalteten Anlagen im öffentlichen Raum.

Seit 2007 sind die Anlagen denkmalgeschützt.

Der Baumbestand wies einige Bäume als Naturdenkmale auf, die die Anlage zum Zeitpunkt der Untersuchung als eine Besonderheit in Mülheim auswiesen. Diese Bäume stammen aus der Anfangszeit der Parkgestaltung und machten die Anlage auch in botanischer Hinsicht besonders wertvoll. Auch etliche Gehölze dieser Parkanlage sind aufgrund ihres Alters von besonderem Wert und prägten den Park sehr nachhaltig. Ein Teil dieser Bäume stammt demnach aus dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Durch das Alter der Bäume hat das Gelände somit auch einen hohen ökologischen Wert aufzuweisen.


 

 

Friedhofsführer der Stadt Bonn


In einem Führer werden die über 40 Friedhöfe der Stadt Bonn vorgestellt, von denen 17 unter Denkmalschutz stehen. Die historische Entwicklung eines jeden Friedhofs zeigt den recht eigenen Charakter der jeweiligen Anlagen, die parkähnlich angelegt sind und die Stadt Bonn als Grünanlagen bereichern. Für Interessenten wird auf die gegenwärtigen Begräbnisformen eingegangen. Prägnante Abbildungen zeigen das Charakteristische jeder Friedhofsanlage.


 

 

Inventarisation und Bewertung der denkmalgeschützten Friedhöfe der Stadt Bonn


Zu der Frage der zukünftigen Nutzung der Friedhofsflächen wurde eine Bestandsaufnahme und Auswertung von 16 denkmalgeschützten Friedhöfen Bonns durchgeführt. Dies umfaßte eine Darstellung der Entwicklungsgeschichte eines jeden Friedhofs unter besonderer Berücksichtigung der historischen, lokalen und überregional bedeutsamen Persönlichkeiten. Auf der Grundlage der Denkmallisten erfolgte nach den Ortsbesichtigungen mit fotografischer Aufnahme eine Kategorisierung der Lagepläne nach historischen und nutzungsrelevanten Gesichtspunkten. Der Bestand des historisch bedeutsamen Friedhofsgrüns war ebenso Gegenstand der Untersuchung wie die Auswertung der Friedhofspläne und die kunsthistorische Einordnung der erhaltenswerten Grabstätten. Diese Untersuchungsaspekte mündeten in einer Einschätzung jedes einzelnen Friedhofs bezüglich seiner künftigen Nutzung und Konzeption, was auch eine Entscheidungshilfe für die Separierung von Denkmalflächen für andere Nutzungsinteressen darstellt.


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